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ADS-Bücher:
Kritisch Ritalin:
Ein folgen- Das
Verschwinden der Mädchen
von der Oh wie
verführerisch Alternative
Behandlung Alternative Sichtweisen bei ADS Fundsachen: ADS-Foren kritisch betrachtet Teil 1 |
Liebe Gäste! willkommen in 2005! Und gleich mitten hinein in eine leider scheinbar unendliche Geschichte: Besorgniserregende neue
Forschungsergebnisse: Moll, Hüther u.a. machten den Anfang und fanden heraus, dass Methylphenidat im Tierversuch dauerhafte Hirnveränderungen bzw. -schädigungen erzeugt. Ihr Befund wurde später mehrmals repliziert. Dies und die daraus abgeleiteten Warnungen Hüthers vor möglicherweise frühzeitigem Parkinsonismus bei fälschlich mit Methylphenidat behandelten Kleinkindern lösten vor 4 Jahren einen starken Sturm in der Öffentlichkeit aus. Hüthers Veröffentlichungen im Café Holunder machten damals auch die Internet-ADHS-Welt sehr aufgeregt. Auch später haben wir uns immer wieder warnend mit den Wirkungen von Ritalin auseinandergesetzt und darauf hingewiesen, dass es nach wie vor keine kontrollierten Langzeituntersuchungen beim Menschen gibt, dennoch ca. 10 000 000 Kinder weltweit tagtäglich diese Psychopharmaka einnehmen, oft viele Jahre lang. Die Zeiten, in denen solche Forschungsergebnisse öffentlich verbreitet und diskutiert wurden, sind aber offenbar vorbei. Derzeit wird lieber verdrängt, verleugnet, totgeschwiegen. Anders kann man es sich nicht erklären, warum "neue" (sie sind immerhin schon über ein Jahr alt) Forschungsstudien aus USA in unserer Öffentlichkeit praktisch nicht zur Kenntnis genommen werden. Diese verhehrende Vogel-Strauß-Politik wird voll und ganz auf dem Rücken unserer Kinder ausgetragen und ist deshalb ganz besonders verantwortungslos. Die Befunde der neuen kritischen Tierstudien
(mit Ratten) kommen aus renommierten USA-Hochschulinstituten,
nämlich aus der Finch University of Health Sciences,
Chicago; aus der Harvard Medical School and McLean
Hospital, Belmont sowie aus der University of Texas,
Dallas. In 4 Studien (Literaturangaben s.u.) konnten die
Forschungsteams bei Übertragung der Befunde auf den
Menschen die Vermutungen begründen, dass
Wie gesagt: Tierversuche vorerst. Die Forscher warnen deshalb erneut, dass die Folgen einer Ritalinbehandlung für das in Entwicklung befindliche kindliche Gehirn nach wie vor nicht direkt erforscht sind. Alles in allem verdichten sich die Forschungshinweise immer mehr, dass Amphetamine und ihre Derivate beim Menschen langfristig hirnverändernd bzw. -schädigend sind. Es soll keiner später sagen, er sei nicht gewarnt worden. Literatur: Carlezon WA Jr, Mague SD, Andersen SL:
Enduring behavioral effects of early exposure to
methylphenidate in rats.
Biol Psychiatry. 2003 Dec 15;54(12):1330-7. H.-R. Schmidt
Ein heisses Eisen ist nach wie vor das Thema "Nahrungsergänzung" und ADHS. Einerseits berichten Fachleute und Eltern immer wieder von positiven Erfahrungen. Andererseits schimpft die Ritalin-ADHS-Lobby heftig über unseriöse Geschäftemacherei und fehlende Forschungsergebnisse. Jede Behauptung, es ginge auch ohne Ritalin, wird sehr polemisch zurückgewiesen, der Urheber als Scientologe und Quacksalber beschimpft. Zahlreiche wissenschaftliche Studien haben aber bisher bereits 8 biochemische Ursachen für "ADHS" gefunden:
In einer Studie fanden kürzlich USA-Forscher, dass ausgesuchte Nahrungsmittelergänzungen, die die Aufmerksamkeit und Selbstkontrolle stärken, bei ADHS-diagnostizierten Kindern sogar genauso wirksam waren wie Ritalin in der Kontrollgruppe. Man sollte das Thema also sachlich und vorurteilsfrei betrachten. Es geht nämlich meistens auch ohne Ritalin. Preiser
Schab und Trinh gehen von der Annahme aus, dass die Zunahme von "ADHS" bei Kindern auf einen allgemeinen und weit verbreiteten Risikofaktor hindeuten könnte. Künstliche Farbstoffe in Lebensmitteln könnten solch ein allgemeiner Risikofaktor sein, vermuten sie. Ihre Meta-Analyse vorliegender doppelblinder und Placebo-kontrollierter Studien zum Einfluss künstlicher Farbstoffe in Lebensmitteln auf hyperaktives Verhalten bei Kindern zeigte tatsächlich einen signifikanten Zusammenhang. Studien, die die Empfindlichkeit der Versuchspersonen für solche Zusätze unterschieden, zeigten die deutlichsten Effekte. Das heißt also, dass solche Lebensmittelzusätze nicht bei allen Kindern gleich wirken, sondern bei dafür empfindlichen Kindern besonders stark, bei anderen weniger. Woher diese unterschiedliche Empfindlichkeit rühre, müsse weitere Forschung ergründen. Die Autoren gehen davon aus, dass ihre Analyse die neuropsychologische Schädlichkeit weit verbreiteter Chemikalien deutlich belegt, entgegen allgemeiner Voreingenommenheit gegen dieses Thema. H.-R.
Schmidt
Der böse Wolf
war ein ADSler! Alte Volksmärchen
enthalten oft bisher unerkannte wissenschaftliche
Wahrheiten, die es zu entdecken gilt. Über die
Kinderärztin Spallek, die kürzlich in einer Report-Mainz-Sendung
als unrühmliches Beispiel für ADHS-Schnelldiagnosen und
Frühmedikamentation vorgestellt wurde, schreibt nun eine
Mutter in einem Forum: Damit haben wir endlich
den biologischen Beweis dafür, dass der Wolf im Märchen
vom Rotkäppchen unter ADHS litt und Ritalin schluckte.
Denn hier fragt Rotkäppchen den als Großmutter
verkleideten Wolf: Ulli
Was man nach wie vor in einschlägigen Internetforen über angebliche Zusammenhänge zwischen "ADHS" und Hochbegabung liest, ist erstaunlich. Es hat sich bei Laien der Aberglaube verbreitet, Hochbegabung sei komorbid zu "ADHS", als seien viele "ADHSler" gleichzeitig hochbegabt, als seien sie besonders intelligente, "andere", kreative und verkannte Genies. Es gibt ja sogar ein eigenes Forum, in dem solche Mythen fleißig kolportiert werden. Einer schreibt dabei vom anderen ab, wobei alles wieder mal so unspezifisch ist, dass sich wie in einem guten Horoskop fast jeder spontan wiedererkennt und gleich selber diagnostizieren kann. Wir haben hier zu diesem Thema bereits berichtet. Aber auch ganz unabhängig von "ADHS" grassiert sogar in Fachkreisen immer noch die allgemeine Überzeugung, Hochbegabung sei ein genereller psychosozialer Risikofaktor. Dabei liegt seit fast 5 Jahren eine bahnbrechende Untersuchung von D. H. Rost vor, die Fachwelt und Laien längst eines Besseren belehren müsste. In einer der bisher größten längsschnittlichen Studien über hochbegabte und hochleistende Jugendliche mit großen Stichproben und Kontrollgruppen, wie es für Studien solcher Art bisher unüblich war, erstellen die Autoren ein umfassendes und verallgemeinbares Bild von Hochbegabung (Marburger Hochbegabten-Projekt). Nicht wenige der in der Literatur zu findenden bisherigen Annahmen werden hier als unzulässige Verallgemeinerungen und platte Vorurteile entlarvt. So
erwiesen sich hochbegabte oder leistungsbeste Schüler
als psychisch besonders belastbar und psychosozial
verantwortungsbewusst. Sie waren in ihrer Peer-Gruppe und
in der Schulklasse gut integriert und allgemein psychisch
unauffällig. Im Gegenteil, sie schnitten bei
Persönlichkeitseigenschaften oft sogar positiver ab als
durchschnittlich begabte Schüler. Nirgendwo in dieser
vorbildlichen empirischen Studie fand sich eine
Bestätigung für die These, dass Hochbegabung ein
psychosozialer Risikofaktor sei. Vielmehr erwies sich
Hochbegabung als psychosozial begünstigender Faktor.
Hohe Intelligenz erleichtert das Leben. Mir ist auch
keine einzige Studie bekannt, die gezeigt hätte, dass in
einer unausgelesenen Stichprobe von "ADHSlern"
mehr als die in der Normalbevölkerung zu erwartendenen 1-2
Prozent Hochbegabte vorkamen. Wenn einzelne Hochbegabte aber psychosozial auffällig werden oder scheitern, hat dies mit ihrer besonderen Intelligenz und Begabung nicht viel zu tun, es liegt auch nicht an einer sogenannten Krankheit "ADHS", sondern an ganz individuellen, familiären psychischen Belastungen, die Hochbegabte genau so stören, wie alle anderen, weniger intelligenten Kinder auch. D.H. Rost (Hrsg.): Hochbegabte und hochleistende Jugendliche. Waxmann 2000. H.-R.
Schmidt
Wie das Deutsche Ärzteblatt berichtet, hat es in USA 14 tote Kinder im Zusammenhang mit dem Stimulanz Adderall gegeben. Das Medikament, mit dem auch "ADHS" behandelt wird, wurde deshalb in Kanada (nicht in den USA!) vorerst verboten. Die USA-Zulassungsbehörde FDA, über deren skandalöses und nachlässiges Verhalten es letzte Woche bereits im SPIEGEL einen interessanten Beitrag zu lesen gab, muss sich gegen Vorwürfe wehren, sie hätte die kanadische Behörde beeinflussen wollen, ihr Prüfungsergebnis nicht zu veröffentlichen. Auch sieben Kinder, die mit Ritalin behandelt wurden, seien im gleichen Beobachtungszeitraum gestorben. Wie ein FDA-Sprecher hierzu ausführte, sei bei diesen Fällen aber unklar, ob Ritalin wirklich die Todesursache war. Erschreckende Zustände!
Ob die ADHS-Gemeinde das wieder einfach ignorieren oder
schönreden wird?
Jacobvitz u.a. überprüften die Annahme, dass frühe familiäre Bindungsstörungen zwischen Vater, Mutter und Kind spätere Störungen wie Angst, Depression oder "ADHS" vorhersagen helfen. Sie untersuchten dieselben Familien mit Kindern zunächst im Alter von 24 Monaten und später im Alter von 7 Jahren und fanden signifikante Zusammenhänge zwischen frühen innerfamiliären Beziehungsstörungen und den besagten späteren Störungen, wobei Jungens häufiger mit "ADHS", Mädchen häufiger mit "Depression" diagnostiziert wurden. Auch diese Studie belegt also wieder eindrucksvoll, dass "ADHS" keinesfalls unabhängig von familiären Beziehungsstörungen betrachtet werden darf, wie es die Schulmedizin leider immer noch tut, indem sie "ADHS" als erziehungsunabhängige körperliche Störung betrachtet. Die Studie liefert ein weiteres deutliches Indiz für die Erkenntnis, dass familiäre Beziehungsstörungen die eigentliche Ursache für die spätere Auffälligkeit namens "ADHS" bzw. "Depression" ausmachen. Andere Studien, die in dieselbe Richtung deuten, wurden hier ja schon wiederholt vorgestellt. Es ist aus meiner Sicht schon seit langem und unabhängig von "ADHS" offenkundig, dass Jungens auf innerfamiliäre Beziehungsstörungen eher mit externalisierenden, Mädchen eher mit internalisierenden Verhaltensstörungen reagieren. Die sogenannten "Träumerle" oder "Hypos" sind also in Wahrheit überwiegend reaktiv-depressive Mädchen. Und die Jungens reagieren schon immer mit Opposition, Aggression und Leistungsverweigerung. Mit einer angeblich organisch bedingten Krankheit "ADHS" hat alles also überhaupt nichts zu tun. Man braucht das als Konstrukt nicht. Im Gegenteil: es lenkt nur zum Schaden unserer Kinder ab von den wirklichen Ursachen: den familiären Beziehungsstörungen. Seelisches Leid wird hinter angeblich körperlicher Krankheit versteckt, es wird medizinalisiert und damit einer körperorientierten Pseudotherapie ("Ritalin") zugeführt.
Jacobvitz D,
Hazen N, Curran M, Hitchens K.: G. Schumann
es "Ritalin" schon gab, bevor "ADHS" dazu erfunden wurde? Es begann alles damit, dass der Pharma-Chemiker L. Panizzon im Jahre 1944 rein zufällig Methylphenidat entdeckte, wovon seine Frau Rita naschte und die belebende Wirkung lobte, weswegen der Stoff dann auch "Ritalin" getauft wurde. Man hatte also nicht ein Medikament für eine bereits existierende Krankheit gesucht, sondern zufällig einen Wirkstoff gefunden, von dem man noch gar nicht recht wusste, wofür er zu gebrauchen sein könnte. K. Conners und L. Eisenberg gaben dann später einfach mal so Dexedrine, einen verwandten Wirkstoff, an zwei Schulklassen mit farbigen Unterschichtkindern in Baltimore, USA. Und siehe da: das ansonsten nervige und rüpelhafte Verhalten der Schüler "normalisierte" sich auffallend. Es war ein Mittel gefunden, das Verhalten der Kinder an Ghetto-Schulen chemisch zu beeinflussen. Man bemerke: Es lagen nicht irgendwelche medizinischen Diagnosen bei den Kindern zugrunde. Es waren einfach verhaltensschwierige Ghetto-Kids, deren Sozialverhalten chemisch angepasst werden sollte, anstatt an ihren chronisch traumatisierenden psychosozialen Verhältnissen etwas zu verbessern. So gut und unschön! Denn immer noch hatte man keine richtige "Krankheit" gefunden, gegen die das Mittelchen helfen sollte. Denn dass man lediglich verhaltensschwierige, womöglich noch psychosozial geschädigte Kinder so einfach mal nur medikamentös ruhigstellte, wollte natürlich niemand akzeptieren. Das war und ist ein Kunstfehler, ein Tabubruch, eine moderne Art der Kindesmisshandlung. Also musste man endlich eine richtige medizinische Krankheit finden, denn anders ließ sich das Mittelchen nicht erfolgreich vermarkten. Zunächst verfiel man auf den Trick zu behaupten, dass Kinder eben krank seien, wenn das Mittel bei ihnen wirkte, wenn nicht, waren sie einfach gesund. Man nannte die Krankheit zunächst "funktionelle Verhaltensstörung", was die FDA aber bald untersagte, weil es zu unspezifisch war. Prompt wurde das Leiden umbenannt in "minimale zerebrale Dysfunktion (MCD)", was sich aber wissenschaftlich auch als Luftbuchung erwies. Daraufhin geisterte das Syndrom "hyperkinetische Störung" durch Kindergärten und Schulen, bis der amerikanische Psychiatrieverband 1987 endlich das Kürzel "ADHS" erfand. Und auf diesem Milliarden-Psychopharmakamarkt leben wir jetzt gerade, bis sich endlich zeigen wird, dass auch dies eine Luftbuchung ist. Aber mit welchen psychophysischen Langzeitfolgen für die inzwischen "therapierten" Kinder? Nachzulesen
und zu vertiefen ist dies alles im SPIEGEL-Dauerbestseller
"Die Krankheitserfinder: Wie wir zu
Patienten gemacht werden" von Jörg Blech,
Fischer-Verlag, erweiterte Auflage 2005,
8.90. MfG Dörte
Eine neue Studie der
University of Texas (M.D. Anderson Center in Houston und
Medical Branch at Galveston) an 12 Kindern,
die mit Methylphenidat behandelt wurden, hat ein Aufsehen
erregendes Ergebnis erbracht: Kassandra
Referenten Prof. Dr. Gerald Hüther Dr. Jirnia Prekop Dr. Martina Leibovici-Mühlberger Dr. Ute Becker Heribert Döring-Meijer Axel Doderer Dr. Dietrich Schultz Bernd Mumbach Günter Schricker Wir laden ein, das Thema ADS
aus einem ganz anderen Blickwinkel zu
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