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Behandlung Alternative Sichtweisen bei ADS Fundsachen: ADS-Foren kritisch betrachtet Teil 1 |
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Es rauscht wieder mal erheblich im herbstlichen ADHS-Blätterblatt! Einige vorweihnachtliche Presseveröffentlichungen haben die Gemüter der braven deutschen ADHS-Gemeinschaft stark aufgewühlt. Der STERN, der SPIEGEL und auch GEO haben sich mit ADHS und Ritalin auf eine Weise beschäftigt, die bei Anhängern des schulmedizinischen ADHS-Konstrukts wieder mal für helle Empörung gesorgt hat. In allerlei seitenlangen und teils polemischen sowie fachlich falschen Stellungnahmen haben sich ADHS-Verbände und Foren an ihre Fans und die Verlage gewendet, Überlegungen zur Anrufung des Presserats und sogar der europäischen Menschenrechtskomission (!) in den Diskurs geworfen, sowie sich haareraufend geschworen, keine solchen bunten Blätter mehr zu kaufen. Sie werfen den Redaktionen Falschinformation der Öffentlichkeit vor, scheuen sich aber gleichzeitig nicht, in ihren eigenen Stellungnahmen so manchen Unsinn zu behaupten. Worum geht es? Nie wieder
kaufe ich den STERN Aber auf eine Klage in diesen Stellungnahmen möchten wir doch einmal etwas ausführlicher eingehen, weil sie immer wieder vorgebracht wird, aber dadurch natürlich nicht wahrer wird: J. Streif bringt sie so vor: Die Fehler beginnen mit der Aussage, hunderttausende von Kindern würden mittels Methylphenidat (MPH) ruhiggestellt. Abgesehen von der Frage, warum der stern im Weiteren mit großer Hartnäckigkeit für den Markennamen Ritalin Werbung macht, ist der Begriff der Ruhigstellung angesichts eines Medikamentes, das zu den Stimulanzien zählt, schlicht falsch. ADHS-Deutschland . Auch TOKOL und einige andere blasen ins gleiche Horn. Ritalin stellt
ruhig
Aber das alles interessiert in der Praxis
natürlich nur Wissenschaftler oder hoffentlich manchmal
auch Ärzte. Eltern, Lehrer und Erzieherinnen
interessiert das nicht. Sie interessieren sich allein
für das wunschgemäß veränderte Verhalten eines pillen-schluckenden
Kindes.Sie geben dem Kinde Ritalin, weil es das Verhalten
paradoxerweise beruhigt, weil es die Kinder ruhiger macht,
ruhig stellt. Psychostimulanzien können nämlich nach
vielerlei Aussagen von ADHS-Fachleuten und Betroffenen
Hyperaktivität und Ruhelosigkeit zu reduzieren, bedeutet natürlich nichts anderes als ruhigmachen, ruhigstellen. Eichlseder fand, dass 71 % der Eltern, die wegen ADHS zu ihm in die Praxis kamen, über motorische Unruhe ihres Kindes klagten. Er stellt fest, dass die Verabreichung von Amphetaminen die Kinder in positivem Sinne verändert, was nichts anderes heißt, als dass sie auch motorisch ruhiggestellt werden (Eichlseder) . Leslie Iversen fragt: Wie lässt sich die scheinbar paradoxe Wirkung der Psychostimulanzien erklären, die Kinder mit ADHS beruhigt und ihre kognitive Leistungsfähigkeit verbessert? (Iversen 2009). Auch Sponsel stellt klar: Das Amphetamin Ritalin® wirkt bei Kindern eher beruhigend. Sponsel Besonders klar wird die ruhigstellende Wunschwirkung aber in den vielen Beobachtungen der Ritalin-Mütter, die sich in einschlägigen Internetforen austauschen: Eine Mutter teilt mit: Gegessen hat er sowieso mehr schlecht als recht mit ihnen, ewig Bauchschmerzen, ruhig und traurig. Hauptsache, er passt gut auf und schreibt schön!.... Eine andere Mutter schreibt: Die Wirkung scheint bei ihm auch sehr lange zu halten. Ich habe das Gefühl, daß es mehr als 4 Stunden wirkt, heute war er wirklich von 9 Uhr morgens ( Einnahme) bis 16 Uhr sehr ruhig und ausgeglichen. Mein Sohn nimmt jetzt seit Samstag 10 mg Ritalin morgens ( im Moment um 8-8.30 Uhr, da wir in Urlaub sind) und er scheint 1/2 Stunde später tatsächlich ruhiger/mitarbeitswilliger zu sein als vorher. Vor der Tablette nörgelt er rum, danach ist er den "liebsten" Sohn... ADS-Hyperaktivität . Bei Tokol liest man in einem Erfahrungsbericht eines Betroffenen: METHYLPHENIDAT wirkt bei AD(H)S in der Form, dass es diesen Fluss, auf dem die Schiffchen schwimmen, beruhigt und so der Betroffene die Möglichkeit hat, den Kurs der Schiffe richtig zu lenken Wer die alltägliche
Ritalinwirkung auf Kinder beobachtet, hat überhaupt
keinen Zweifel an der ruhigstellenden Wirkung des
Psychopharmakons. Diese Wirkung ist einer der
Hauptgründe für die massenhafte Verschreibung. Es ist
ein Skandal, dass die ADHS-Lobby diese Realität nach wie
vor ausblenden und schönreden will. Es passt einfach
nicht in ihr medizinisch- biologistisches
Krankheitsmodell von ADHS, dass Eltern, Lehrer und
Erzieherinnen ganz einfach Kinder, denen sie in ihrem
familialen und beruflichen Alltag nicht gerecht werden
wollen oder können, mittels Psychopharmaka pflegeleicht
und ruhiggestellt machen wollen. ADHS hat ganz einfach
eine genetisch bedingte Krankheit zu sein. Eltern-,
Lehrer- oder Erzieherinnenverantwortung oder ihr Versagen
passen da nicht ins Bild. Literatur: O. Belchamps
Otthilie Kümmerling:
Herr Dr. van den Haag, ich brauche wieder meine
Monatstonne Edronax gegen mein ADHS nebst komorbider
Depression. Also rücken Sie schon Ihren vorausgefüllten
Rezeptblockbuster raus und überziehen Sie Ihr Budget!
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